Wurzelsepp

Winterrettich eingelegt

Einen Radi, den kennt man. Vom Biergarten, von der Wiesn, aus dem Supermarkt. Einen Winterrettich? Da muss man schon tief in der Gemüseabteilung des Biomarktes graben. Oder man hat ihn im Garten. Und dann hat man da nicht nur einen, sondern ganz viele.

So ein Winterrettich eignet sich ganz prima, um dann ausgesät zu werden, wenn anderes Gemüse - zum Beispiel die Bohnen - bereits abgeerntet sind. Wenn man denn eine Hand voll Samen in der Erde verteilt, dann wird da eine Hand voll Pflanzen draus. Und an jeder Pflanze hängt ein paar Monate später eine Knolle. Oder Wurzel. Egal. Jedenfalls ist die Ernte dann so reichhaltig, dass man schnell ins Grübeln kommt, was denn nun mit dem Rettich passieren soll. Man will ja nicht wochenlang tagein, tagaus geschnittenen und gesalzenen Rettich essen. Auch als Salat - mit ein wenig Zucker und Sahne verfeinert - ist man dem schnell über.

Ich versuche es mal mit einlegen. Hier also das Rezept:

Zutaten:

  • 20g Ingwer
  • 15g Salz
  • 75g Zucker
  • 40g Senfkörner
  • 150ml Reisessig
  • 150ml Apfelessig
  • 300ml Wasser
  • 1kg Winterrettich
  • 1TL Kurkuma
  • 4 Wacholderbeeren

Den Rettich vierteln und dann in Scheiben hobeln. Achtung auf die Finger. So ein Gemüsehobel geht auch geschmeidig durch Fingernagel und die Fingerkuppe. Glaubt mir...

Den Rettich in kleine, saubere Einmachgläser verteilen.

Den Ingwer schälen und kleinschneiden.

Senfkörner und Wacholderbeeren in einem Topf anrösten. Wenn es duftet und die Körner lustig tanzen, mit dem Essig und dem Wasser ablöschen. Restliche Zutaten zugeben und kurz aufkochen. Den heißen Sud über den Rettich geben und die Gläser sofort verschließen.

Nach dem Abkühlen die Gläser ein paar Tage - wenn es geht kühl und dunkel - lagern.

Ich werde berichten, ob sich das geschmacklich lohnt oder ob ich mir für nächstes Mal was anderes einfallen lassen muss.